Ernährungsberatung – Allgemeine Empfehlungen |
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von Hanni Wagner und Dr. Wolfgang Kernbauer Essen und trinken Sie, was Ihnen gut tut und vermeiden Sie, was Ihnen schadet Frühstück |
| Hand auf’s Herz, wie oft essen und trinken wir etwas, |
| von dem wir wissen, dass es uns nicht gut tun wird… |
FrühstückEs ist wichtig gut zu frühstücken und es ist besonders empfehlenswert, dabei etwas Warmes zu essen. Versuchen Sie es zum Beispiel mit folgendem Rezept für einen
Zutaten, süß: darüber: Zutaten pikant: |
| Es ist wichtig gut zu frühstücken und es ist besonders |
| empfehlenswert, dabei etwas Warmes zu essen. |
Eine Alternative zum lang gekochten Congee ist das Müsli, allerdings empfiehlt sich auch hier das Getreide durch kurzes Rösten und Aufkochen verdaulicher und verträglicher zu machen: Müsli
Das Müsli ist auch in dieser Art der Zubereitung nicht so leicht verdaulich, wie das lange gekochte Congee, deshalb bitte darauf achten, ob Sie es auch wirklich vertragen. Wenn ja, dann ist es ein wunderbares Frühstück. Selbstverständlich kann ein gutes Frühstück neben der warmen Speise in Form von Congee oder Müsli auch noch anderes wie Brot, Honig, Marmelade, Ei, Kaffee und so weiter beinhalten. Mit dem warmen Teil legt man eine gute Basis für den ganzen Tag, und wenn man Probleme mit der Verdauung hat, verträgt man alles andere dadurch wesentlich besser. Ein Tipp: Wenn Sie es nicht gewohnt sind, zu frühstücken oder wenn Sie keine Zeit haben oder in der Früh nichts runterbringen, dann könnten Sie sich Congee oder Müsli zumindest aufwärmen und in einem Warmhaltegefäß für später am Vormittag mitnehmen. Und bedenken Sie bitte auch, dass die Ursache dafür, dass man in der Früh keinen Appetit hat häufig darin liegt, dass man am Abend zu spät, zu viel und zu schwer gegessen hat. Wenn das der Fall ist, sollten Sie das ändern. |
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AbendessenFür das ideale Abendessen gilt: warm und leicht verdaulich, nicht zu spät und nicht zu viel (siehe die 80% Faustregel). Die Verdauungskraft lässt am Abend nach, wenn man am Abend zu schwer, zu spät und zu viel ißt, staut sich daher die Nahrung im Magen und im Darm und es kommt durch Gärungs- und Fäulnisprozesse zu gestörtem Schlaf, Unwohlsein und Appetitlosigkeit in der Früh und auf längere Sicht zu chronischen Verdauungsstörungen mit verschiedenen Folgebeschwerden. |
| Für das ideale Abendessen gilt: |
| warm und leicht verdaulich, nicht zu spät und nicht zu viel. |
Besonders für den Abend geeignet sind auch Suppen, zum Beispiel können Sie einen Basensuppenfond vorkochen und daraus mit wenig Aufwand und unter Zugabe von frischem Gemüse eine Gemüsesuppe zubereiten: Basennsuppenfond und Gemüsesuppe
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Kalte Mahlzeiten, Rohkost und ObstDie Chinesische Kultur und Medizin versteht vom Essen und von der Verdauung und ihren Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und auf unsere Gesundheit sehr viel, und was ganz wichtig genommen wird ist die Bedeutung von warmen und gekochten Speisen. Kalte Mahlzeiten sowie rohes Obst und Gemüse haben sicher ihren Platz in einer ausgewogenen und gesunden Ernährung, aber man sollte nicht zu viel davon essen und beobachten, ob man es auch verträgt. Wenn Sie nach dem Essen ein Unwohlsein oder Spannungsgefühl im Bauch, Blähungen oder weichen oder zu häufigen Stuhl haben, ist mit der Verdauung schon etwas nicht in Ordnung. Und eine häufige Ursache ist die Unverträglichkeit von Kaltem und Rohem. Fünf mal täglich frisches Obst und Gemüse wird heute von ernährungsmedizinischer Seite als Gesundheits- und Krebsvorsorge propagiert. Dazu ist zu bedenken, dass frisch nicht unbedingt roh heissen muss sondern meint, dass das Obst und Gemüse vor kurzem geerntet wurde, was wie oben schon gesagt für Produkte aus der Region spricht. |
| … frisch muss nicht unbedingt roh heissen, sondern meint |
| dass das Obst und Gemüse vor kurzem geerntet wurde… |
| Wieviel an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Nährstoffen aus der Nahrung aufgenommen wird hängt zudem nicht nur von der zugeführten Menge, sondern auch von der Funktionstüchtigkeit der Verdauung ab, und durch schonendes Erwärmen, Dünsten und Blanchieren kann die Verdaulichkeit wesentlich verbessert werden, ohne dass der Gehalt an Nährstoffen drastisch abnimmt.
Obst und Gemüse aus biologischem Anbau hat einen größeren Nährwert, frische und kleingeschnittene Kräuter beinhalten viele wichtige Nährstoffe und sind sehr gut verträglich. Im Winter können Sie Sprossen und Keimlinge verwenden. Tipp 1: Aus der Sicht der chinesischen Diätetik versucht man vier Umstände zu beachten: Die angeborene Konstitution (Menschen mit viel Lebenshitze haben auch mehr Verdauungsfeuer zur Verfügung und können Kaltes und Rohes besser aufnehmen, kältere Naturen nur wenig), das Lebensalter (bei kleinen Kindern ist die Verdauungskraft noch nicht voll ausgebildet, im höheren Alter nimmt sie wieder ab) den aktuellen Gesundheitszustand (in guter gesundheitlicher Verfassung verträgt man mehr, bei massiv gestörter Verdauung kann es sinnvoll sein, eine Zeit lang ganz auf Rohes zu verzichten) und die Jahreszeit (im Sommer kann mehr Kaltes gegessen werden als im Winter). Tipp 2: Kauen Sie Rohes besonders gut, dadurch machen Sie es der Verdauung leichter. Beginnen Sie die Mahlzeit mit etwas Warmem, dadurch wird die Verdauungsfunktion gewärmt und gestärkt und das Kalte und Rohe wird besser verdaut. Trinken Sie etwas Warmes dazu, wenn Sie Kaltes und Rohes essen, zum Beispiel wärmende Kräutertees oder Genmai Tee, das ist Grüntee mit geröstetem Reis. |
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Fleisch, Fisch und EierFleisch ist aus chinesischer Sicht ein Stärkungsmittel und ein wertvolles Nahrungsmittel. Wie alles andere auch ist es in Maßen zu genießen, Fleisch beinhaltet viel Eiweiß und Fett und ein Übermaß lässt die Stoffwechselfunktionen stagnieren und führt zur Ansammlung von belastenden Stoffwechselprodukten, im chinesischen Sinn zur Bildung von Feuchtigkeit. Sich auf die Dauer ausgewogen und gesund vegetarisch zu ernähren ist eine anspruchsvolle Aufgabe, es erfordert jedenfalls weitaus mehr als das Weglassen von Fleisch. Fisch enthält hochwertige Eiweiße und wichtige ungesättigte Fettsäuren und sollte ein- bis zweimal pro Woche gegessen werden. |
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Milch und MilchprodukteMilch sollte man als Nahrungsmittel betrachten und nicht als Getränk. Man sollte also nicht zu viel davon trinken. Milch ist aus chinesischer Sicht kühlend, belastet im Übermaß die Verdauung und den ganzen Stoffwechsel und fördert die Bildung von Schleim im Körper. |
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FettFett ist ein wichtiger und wertvoller Teil der Nahrung, es wird allerdings im allgemeinen zu viel davon gegessen. Der Tagesbedarf liegt nach heutigem Wissensstand bei 1g pro kg Körpergewicht. Diese Menge hat man sehr schnell erreicht, es ist daher sinnvoll, ein gewisses Bewußtsein dafür zu entwickeln, wieviel Fett in den üblichen Essensportionen enthalten ist. |
| Verwenden Sie Butter und naturbelassene Öle |
| wie Olivenöl, Sonnenblumenöl usw. |
| Genauso wichtig wie die Menge ist die Qualität: Verwenden Sie Butter und naturbelassene Öle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl usw., weil diese lebensnotwendige (essentielle) Fettsäuren enthalten und für die Bereitstellung der fettlöslichen Vitamine (A, E, D, K) notwendig sind.
Achtung: Butter und kaltgepresste Öle dürfen nicht stark erhitzt werden, weil sie sonst schädlich werden. Vermeiden Sie Produkte, die gehärtete Fette enthalten wie bestimmte, Bratöle, Frittieröle und Magarinen. Ein Tipp: Gemüse nur in etwas Wasser andünsten und kurz vor Fertigstellung würzen und etwas frisches Fett zugeben. |
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Nüsse und SamenAuch Nüsse und Samen enthalten essentielle, ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Sie sind bekömmlicher, wenn man sie anröstet. Auf alten Nüssen nisten sich gerne Schimmelpilze ein, daher darauf achten, ob sie noch schön aussehen. Wenn Nüsse beim Öffnen der Packung stauben oder wenn sie alt schmecken sollten sie nicht gegessen werden. |
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Zucker und SüssigkeitenAuch bei Zucker und Süßigkeiten sollten Sie die Wirkung auf die Verdauung beobachten und sich danach richten. Isolierte Zucker wie Haushaltszucker, Rohrzucker, Traubenzucker sollten stark reduziert werden. Sie sind „nackte Energieträger“ und belasten die Bauchspeicheldrüse. Auch den versteckten Zucker in süßen Getränken, Ketchup, Saucen usw. sollten Sie bedenken. Alternativen zum Süßen sind Honig, Ahornsirup, Trockenfrüchte in Maßen. Süße Nachspeisen unmittelbar nach einem reichhaltigen Essen sind ungünstig, weil die ohnehin schon belastete Verdauung damit überfordert wird. Mit etwas Abstand werden sie wieder besser vertragen. Im Falle von Erkrankungen, die mit Schleimbildung einhergehen, sollten Süssigkeiten (wie auch Milchprodukte) eine Zeit lang gemieden werden, das gilt vor allem auch für Kinder. Die Geschmacksschwelle für süß wird durch vermehrten Verzehr ständig erhöht und es kann eine Art von Suchtverhalten entstehen. Durch einen zuckerfreien Tag in der Woche kann das Verhaltensmuster gelockert und das Geschmacksempfinden auf ein normales Niveau zurückgeführt werden. |
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Salz und GewürzeIm Allgemeinen wird zu viel gesalzen. Zu bedenken ist auch, dass in vielen Nahrungsmitteln sehr viel verstecktes Salz enthalten ist, ganz zu schweigen von Fastfood Produkten, die den Geschmackssinn der Konsumenten auf süß, salzig und fett einschwören. Allgemeine Strategie: Salz reduzieren und statt dessen viele frische Kräuter und Gewürze verwenden, das bringt Abwechslung ins Essen und fördert die Bekömmlichkeit. |
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TrinkenMan sollte ausreichend, aber auch nicht zu viel trinken. Die Meinung „je mehr, desto besser“ wird von der chinesischen Medizin nicht geteilt. Wenn man wesentlich mehr Flüssigkeit zuführt, als notwendig ist, dann belastet das unnötig die Niere und führt über das viele Urinieren zu Energieverlust. Ein gutes Kriterium ist die Menge und die Farbe des Harnes, der weder zu konzentriert noch ganz wasserhell sein sollte. |
| Wasser, Kräutertees und Grüntee sind gute Getränke, |
| um den Großteil des Flüssigkeitsbedarfes zu decken. |
Gutes Wasser, Kräutertees, Grüntee, Getreidekaffee sind gute Getränke, um den Großteil des Flüssigkeitsbedarfes zu decken. Darüberhinaus können schwarzer Tee, Bier und Wein in Maßen und viele andere Getränke der Gesundheit zuträglich sein. Zu beachten ist der beträchtliche Zuckergehalt von süßen Getränken wie Dicksäften, Limonaden, Cola, Fanta, Sprite etc., diese Getränke sollten stark einschränkt werden. Vor allem wenn sie zusätzlich noch eiskalt genossen werden, wie das bei Kindern üblich ist, sind sie eine große Belastung für Verdauung und Stoffwechsel. Auch Obst- und Gemüsesäfte sollten nicht im Übermaß getrunken werden. Tipp: Vermeiden Sie eiskalte Getränke zur Gänze und gewöhnen Sie sich im Gegenteil an, häufig warme Sachen zu trinken. Auch heisses Wasser ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Flüssigkeitsbedarf zu stillen und gleichzeitig die Verdauung und den Stoffwechsel zu stärken. |
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